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Sehenswürdigkeiten

Auf den Spuren berühmter Erfinder und Pionier*innen

Hannover ist auch eine Stadt der Erfinder und Pionier*innen.

Zahlreiche Erfinder und Pionier*innen kommen aus Hannover und auch zahlreiche Erfindungen wurden in Hannover gemacht. Begeben Sie sich auf eine "Reise der Innovationen" quer durch Hannover.

Cord Broyhan

Cord Broyhan wurde in Gronau geboren. Nachdem er in Hamburg das Bierbrauen erlernt hatte, ging er 1524 nach Hannover. In Hannover wandelte er das dunkelbraune Bier Hamburger Art ab und erfand am 31. Mai 1526 ein neues hellbraunes Bier, das Broyhan-Bier. Es wurde zu einem Exportschlager der Stadt und Cord Broyhan wurde ein wohlhabener Mann. Er kaufte das noch heute in der Altstadt stehende Broyhanhaus in der Kramerstraße 24. 1546 schlossen sich die Brauer zu einer Gilde zusammen. Daraus ist die heutige Gilde Brauerei in der Hildesheimer Str. 132 entstanden. In diesem Jahr wurde auch erstmals der „Broyhan-Taler“ geprägt. Das Bild des Broyhan-Talers ziert noch heute jede Flasche der Gilde Brauerei.

Emil und Joseph Berliner

Emil Berliner wurde am 20. Mai 1851 und sein Bruder Joseph am 22. August 1858 in Hannover geboren. Nach seiner Schulzeit in Wolfenbüttel und einer kaufmännischen Lehre wanderte Emil in die USA aus. Zwischen 1881 und 1883 besuchte Emil Berliner Hannover. Dort gründete er mit seinem Bruder Joseph Berliner die erste europäische Gesellschaft zur Produktion von Telefonteilen, die J. Berliner Telephongesellschaft. Zurück in den USA erfand Emil Berliner 1887 die Schallplatte und das Grammophon. Später gründete Emil Berliner zusammen mit seinem Bruder in Hannover eine Schallplattenproduktionsfirma, die Deutsche Grammophon-Gesellschaft. Joseph Berliner leitete die Fabrik und stellte 1898 die ersten Schallplatten in Massenproduktion her. Das Fabrikgebäude steht noch heute in der Podbielskistraße 164 und wird als "Grammophon-Büropark" genutzt, Grammophon und Schallplatte sind heute im Museum für Energiegeschichte(n) zu besichtigen.  

Karl Jatho

Karl Jatho wurde am 3. Februar 1873 in Hannover geboren. 1896 begann er Gleitflieger zu bauen. Angeblich gelang ihm am 18. August 1903, also vier Monate vor den Gebrüdern Wright, auf der Vahrenwalder Heide in Hannover ein Motorflug mit seinem Jatho-Drachen. Das ist allerdings in Fachkreisen umstritten. Dennoch war der Jatho-Drachen das erste Flugzeug der Geschichte mit einem Pilotensitz, einem Beckengurt zur Sicherung des Piloten und mit der Fähigkeit, sich aus eigener Kraft zu bewegen. Ab 1907 stellte Jatho seine Flugapparate auf Luftfahrtschauen aus, ist dort aber nie geflogen. Erst 1909 gelang ihm mit dem Jatho-Drachen Nr. 4 der erste von der Presse bestätigte Motorflug. 1910 präsentierte er einen Nachbau des Bleriot-Flugzeuges. Später baute er weitere Flugzeuge, wie zum Beispiel die Stahltaube von 1911 und der Jatho-Eindecker von 1913. 1913 eröffnete Jatho die Hannoverschen Flugzeugwerke und kurz darauf auch eine Flugschule. Da das Militär aber kein Interesse daran hatte, wurde beides 1914 wieder geschlossen. Jatho starb am 8. Dezember 1933 in Hannover. Karl Jatho hat postum viele Ehrungen erfahren. So wurde das General-Aviation-Terminal am Flughafen Hannover nach ihm benannt und ein Nachbau des Jatho-Drachen von 1903 befindet sich in der dortigen Dauerausstellung Welt der Luftfahrt. Vor der Flughafenverwaltung befindet sich ein Jatho-Gedenkstein. Im Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover befindet sich ein Modelldiorama, welches die Startsituation des Jatho-Drachens zeigt. Ein weiterer Gedenkstein befindet sich im Stadtteil Hannover-List, auf der nördlichen Seite des Mittellandkanals, zwischen dem  Reiterstation und dem Lister Bad, auf der früheren Vahrenwalder Heide, auf der sich heute Kleingärten befinden. 

Hugo Haase

Der spätere "Karussellkönig" wurde am 1. Juni 1857 in Winsen/Luhe geboren. Mit seinen Fahrgeschäften revolutionierte er die Kirmesplätze seiner Zeit. Er gründete zwei Unternehmen, eines im Harz und eines in Leipzig. 1909 siedelte Haase mit seiner Fabrik von Leipzig nach Hannover um. Nachdem er bereits zuvor seinen Karusellpalast (1902) und das Stufenkarrussel "El Dorado" auf den Markt gebracht hatte, so wurden in Hannover zahlreiche weitere Neuheiten gebaut, wie zum Beispiel eine transportable Achterbahn. Hugo Haase brachte ebenfalls den Auto-Skooter nach Europa und führte dort, wie auch bei zahlreiche Karussels viele Neuheiten ein. Viele seiner Fahrgeschäfte standen dann auch regelmäßig alljährlich auf dem Schützenfest Hannover. Hugo Haase starb am 13. September 1933 in hannover, sein Grabmahl befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde. Dreimal im Jahr schwebt der Geist Haases noch über Hannovers Schützenplatz, wenn sich auf dem größten Frühlingsfest Niedersachsens, auf dem größten Schützenfest der Welt und auf dem größten Oktoberfest Norddeutschlands hochmoderne und nostalgische Fahrgeschäfte drehen.

Walter Bruch

Walter Bruch wurde am 2. März 1908 in Neustadt an der Weinstraße geboren. Nachdem er bereits bei Telefunken in Berlin gearbeitet hatte, kehrte er 1950 zu Telefunken zurück, allerdings dann nicht nach Berlin, sondern nach Hannover. Dort leitete er das Grundlagenlabor für Empfängertechnik, in dem das am 31. Dezember 1962 zum Patent angemeldete PAL-Farbfernsehsystem entwickelt wurde. Walter Bruch stellte daraufhin das PAL-Farbfernsehen am 3. Januar 1963 den Experten der Europäischen Rundfunkunion (EBU) erstmals vor. Das alte Telefunkengebäude ist denkmalgeschützt und steht in der Göttinger Chaussee 76. Walter Bruch starb am 5. Mai 1990 in Hannover, sein Grabmahl befindet sich auf dem Stadtfriedhof Engesohde.

Ferdinand Sichel

Ferdinand Sichel wurde am 29. September 1859 in hannover geboren. Bereits im elterlichen Betrieb hatte Ferdinand Sichel die schwierige Herstellung von Kleister und Leimen kennen gelernt. Er wollte die ganze Sache vereinfachen. Schließlich gelang ihm der Durchbruch: 1888 erfand Sichel in Hannover den ersten gebrauchsfertigen Tapetenkleister. Im Jahr 1889 gründete er im elterlichen Betrieb in Hannover in der Großen Packhofstraße 39 sein Unternehmen als „Arabinwerk, Chemische Fabrik Hannover“. Die Nachfrage war so groß, das die Produktion ausgeweitet werden musste. 1897 wurden in Limmer (heute ein Stadtteil von Hannover) neue Produktionsanlagen gebaut und die Firma in „Ferdinand Sichel in Limmer“ umbenannt. Das Geschäft boomte und die "Sichel-Werke" wurden immer größer. Ferdinand Sichel starb am 4. August 1930 in Hannover. Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Hannover-Bothfeld. 1962 wurde die Werke schließlich von der Henkel AG & Co. KGaA übernommen. Die Werke sind auch heute noch in Betrieb in stehen an der Sichelstraße 1.

Hermann Bahlsen

Hermann Bahlsen wurde am 14. November 1859 in Hannover geboren. 1889 gründete er die "Hannoversche Cakesfabrik H. Bahlsen“. Er wollte die "Cakes", die er zuvor in England kennen gelernt hatte, in Kontinentaleuropa vermarkten. Das wohl berühmteste Produkt der Fabrik war und ist zweifelsfrei der Leibniz Butterkeks. 1905 stellte Bahlsen als erster Hersteller Europas auf Fließbandfertigung um. 1911 oder 1912, die Quellen sind sich da nicht ganz sicher, fand auch endlich das von Bahlsen erfundene Wort "Keks" Eingang in den Duden und ersetzte fortan das englische Wort "Cakes". Die frühere Bahlsen Keksfabrik dient heute als Verwaltung des Konzerns und befindet sich in der Podbielskistraße 11. Bahlsen starb am 6. November 1919 in Hannover.

Gottfried Wilhelm Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz wurde am 21. Juni 1646 in Leipzig geboren. 1676 kam er nach Hannover und wurde zwei Jahre später zum Hofrat ernannt. Leibniz gilt als der universale Geist seiner Zeit. Zu seinen Erfindungen zählen eine Rechenmaschine und das Dualsystem, die Grundlage heutiger Computer. Die Infinitesimalrechnung entwickelte er ebenfalls. Hier gab es einen langen Streit, denn Sir Isaac Newton gilt ebenfalls als der Erfinder der Infinitesimalrechnung. Nachforschungen haben ergeben, dass Leibniz und Newton unabhängig von einander und ohne dem Wissen des anderen die Infinitesimalrechnung entwickelt haben. Leibniz hat in Hannover viele Spuren hinterlassen. Eine ausführliche Liste mit Beschreibungen finden Sie hier. Leibniz starb am 14. November 1716 in Hannover. Sein Grab befindet sich in der Neustädter Hof- und Stadtkirche.

Karl Pollich und Fidelis Böhler

Karl Pollich wurde am 7. April 1892 in Baisingen und Fidelis Böhler wurde im Jahr 1887 in Friedingen (Langenenslingen) geboren. Beide waren später Konstrukteure bei der Hanomag in Hannover und entwickelten 1925 den Kleinwagen Hanomag 2/10 PS, der unter dem Namen "Kommissbrot" bekannt wurde. Das Besondere an dem Kleinwagen war, dass er komplett am Fließband hergestellt wurde. Nachdem bereits Opel seinen "Laubfrosch" ab 1924 am Fließband herstellte, war nun der Hanomag 2/10 PS der erste am Fließband hergestellte Kleinwagen in Deutschland. Ein Exemplar des Hanomag 2/10 PS kann man noch heute im Historischen Museum Hannover besichtigen. 

Georg Madelung

Georg Madelung wurde am 31. Juli 1889 in Rostock geboren. 1921 wurde er an der TH Hannover zum Dr.-Ingenieur für Maschinenbau promoviert. Dort entwarf er ein Segelflugzeug, das später unter dem Namen HAWA Vampyr bekannt werden sollte. Das Flugzeug wurde von den ehemaligen Weltkriegspiloten Arthur Martens, Fritz Hentzen und Walter Blume konstruiert, die auch allesamt zu der Zeit Studenten des Flugtechnischen Instituts der Technischen Hochschule Hannover waren. Unter der Leitung von Hermann Dorner wurde das Flugzeug in der Hannoverschen Wagonfabrik (HAWA) gebaut. Der HAWA Vampyr gilt aus der Urahn der modernen Segelflugzeuge. Ein Modell des Flugzeuges befindet sich im Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover

Franz Kruckenberg

Frank Kruckenberg wurde am 21. August 1882 in Uetersen geboren. Er war ein Pionier des Schnellverkehrs auf der Schiene. Er konstruierte den legendären Schienenzeppelin, der 1930 im Eisenbahn-Ausbesserungswerk Hannover-Leinhausen gebaut wurde. Das Besondere an dem Zug war, dass er von einem Propeller am Heck angetrieben wurde. Der Schienenzeppelin stellte am 21. Juni 1931 einen Geschwindigkeitsweltrekord von 230,2 km/h auf. Dieser Rekord wurde erst 1955 gebrochen. Die Gebäude des nicht mehr in Betrieb stehenden Eisenbahn-Ausbesserungswerkes Hannover-Leinhausen stehen noch heute.

Konrad Dannenberg

Der Raketenpionier wurde am 5. August 1912 in Weißenfels (Provinz Sachsen) geboren. Sein Abitur machte er in Hannover an der Lutherschule. Anschließend studierte er an der Technischen Hochschule Hannover (der heutigen Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universität) Maschinenbau. Schon dort beschäftigte er sich unter anderem mit Antriebstechnik. 1931 wurde Dannenberg Mitglied in der Gesellschaft für Raketenforschung – Gruppe Hannover (GEFRA), die von Albert Püllenberg gegründet wurde. Aus Fahrradrahmen baute Dannenberg dieselgetriebene Raketentriebwerke. 1932 trat er der NSDAP bei, wurde Soldat und kam 1940 zum Triebwerksteam von Walter Thiel an die Heeresversuchsanstalt nach Peenemünde, wo er hausptsächlich am Antrieb der A4-Rakete arbeitete. Im Rahmen der Operation Overcast siedelte er 1945 zusammen mit Wernher von Braun und 117 anderen Mitarbeitern in die USA über. In den USA wurde er bei der NASA stellvertretender Entwicklungsleiter des Saturn-Raketenprogramms. Somit war Dannenberg am Bau der „Mondrakete“ Saturn V für das Apollo-Programm beteiligt.

Elly Beinhorn

Flugzeuge stehen auf dem Boden oder hängen von der Hallendecke des Luftfahrtmuseums Laatzen. © LUMU Laatzen

Halle des Luftfahrtmuseums in Laatzen

Die Flugpionierin wurde am 30. Mai 1907 in Hannover geboren. Nach Abschluss der Schulzeit kontaktierte sie den Hannoverschen Aeroclub, um eine Ausbildung zur Fliegerin zu bekommen. Dieser lehnte jedoch ab, da zu der Zeit nur Männer Flieger werden durften. Also ging sie nach Berlin und erhielt dort die Ausbildung zur Fliegerin. Zunächst wurde sie eine gefragte Kunstfliegerin, bis sie 1931 den ersten Afrikaflug absolvierte. 1932 erfolgte die Weltumrundung im Alleinflug, bei der Hannover auch eine ihrer Stationen war. 1933 folgte der zweite Afrikaflug, 1934 die Amerikareise und 1935 der Rekordflug über zwei Kontinente in 24 Stunden. Von 1935 bis 1939 erfolgten weitere Langstreckenflüge. Die Weltumrundung im Alleinflug im Jahr 1932 absolvierte Beinhorn in einer einmotorigen Klemm L 25 D. Eine Maschine diesen Typs befindet sich heute auch im Luftfahrtmuseum Laatzen-Hannover.

Lazar Schargorodsky

Schriftzug auf dem denkmalgeschützten Hanomag-Gelände © Landeshauptstadt Hannover

Schriftzug auf dem denkmalgeschützten Hanomag-Gelände

Der Konstrukteur wurde 1882 in Odessa geboren. In Hannover wurde er Chefkonstrukteur bei der Hanomag und konstruierte dort unter anderem 1939 den Hanomag-Stromlinienwagen, der 1939 vier Geschwindigkeits-Weltrekorde für Diesel-PKW aufstellte. So erreichte der Hanomag-Sportleiter und Ingenieur Karl Haeberle 1939 mit dem Fahrzeug auf der Dessauer Rekordwoche 165 Stundenkilometer. Das Fahrzeug ging leider in den Kriegswirren verloren. Jedoch wurde der Stromlinienwagen vom Arbeitskreis Technik- und Industriegeschichte in der Region Hannover sowie durch die Hanomag-Interessengemeinschaft rekonstruiert. Seitdem wird das Fahrzeug bei ausgewählten Veranstaltungen ausgestellt. 

Max Valier

Der Astronom, Schriftsteller und Wegbereiter der Raketentechnik wurde am 9. Februar 1895 in Bozen geboren. Für die Verwirklichung seiner Raketenpläne benötigte er einen Finanzier und wandte sich an zahlreiche Unternehmen und Verbände. 1927 konnte Valier schließlich mit dem Autoindustriellen, Sportsmann und Rennfahrer Fritz von Opel einen finanzkräftigen Förderer gewinnen. 1928 fanden auf der Bahnstrecke Isernhagen-Burgwedel (heute Teil der Region Hannover) die ersten Raketenversuche mit raketenbetriebenen Schienenwagen statt. Am 4. August 1928 wurden die Versuche beendet, nachdem der 4. Raketenwagen bei einer Versuchsfahrt explodierte. Im November wurden die Versuchsfahrten allerdings wieder aufgenommen, nur diesmal in Berlin.

Georg Friedrich Grotefend

Georg Friedrich Grotefend wurde am 9. Juni 1775 in Münden (heute: Hann. Münden) geboren. Er studierte Philologie und Theologie in Göttingen und wirkte dort als Hilfslehrer. Aufgrund einer Wette entzifferte er 1802 die ersten Worte einer Keilschrift. 1821 kam er als Direktor des Lyzeums nach Hannover und wurde ein Ehrenbürger der Stadt. Er starb am 15. Dezember 1853 in Hannover, sein Grab befindet sich auf dem Gartenfriedhof. Sein Hauptwerk sind die 1837 erschienenen "Neuen Beiträge zur Erläuterung der persepolitanischen Keilschrift".

Carl Hornemann

Das ehemalige Werksgelände der Firma Pelikan © MAK

Das ehemalige Werksgelände der Firma Pelikan

Der Chemiker und Unternehmer wurde am 29. März 1811 in Hannover geboren. Nach seinem Studium der Chemie an den Polytechnischen Schulen in Hannover und München begann er 1838 in Groß Munzel, Künstlerfarben herzustellen. Das war die Gründung des Unternehmens Pelikan AG. 1842 siedelte Hornemann in seine Geburtsstadt Hannover über und weitete dort sein Angebot aus. Zur Angebotspalette gehörten Studienfarben, Kinderfarben und Künstler-Wasserfarben. Eine Innovation von Pelikan war flüssige Tusche, die es bisher nur als Stangentusche gab. Ab 1895 wurde das Sortiment deutlich erweitert. Neben Tinte wurde nun auch Bürobedarf hergestellt. Die 1898 auf den Markt gebrachte Eisengallustinte „4001“ wurde in den nächsten Jahren die meistverkaufteste Tinte der Welt. 1994 wurde die Produktion in Hannover eingestellt und nach Peine verlagert. Die alte Fabrikanlage ist heute als "Pelikan-Viertel" bekannt und berherbergt u.a. Gastronomie, Hotel, Büros und den Pelikan Tintenturm.

Ilse Knott-ter Meer

Die Diplom-Ingenieurin wurde am 14. Oktober 1899 in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte sie von 1919 bis 1922 Maschinenbau an der Technischen Hochschule Hannover, der heutigen Gottfried Wilhelm Leibniz Universität, und von 1922 bis 1924 an der Technischen Hochschule München. 1924 schloss Ilse ter Meer ihr Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule München ab. Sie war damit eine der zwei ersten weiblichen deutschen Maschinenbau-Ingenieurinnen. 1925 wurde sie ebenfalls erstes weibliches Mitglied im Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Mary Wigman

Die Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin wurde am 13. November 1886 in Hannover geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und einen Teil ihrer Jugendzeit in Hannover. Nach Stationen in England, den Niederlanden und Lausanne, studierte sie von 1910–1911 rhytmische Gymnastik in Hellerau, brach dieses jedoch ab. Im Anschluss lebte sie in Rom und Berlin. Schließlich trat sie 1913 in Rudolf von Labans Schule für Kunst auf dem Monte Verità in der Schweiz ein. Mary Wigman führte ihre ersten öffentlichen Tänze in München auf. Ihren großen Durchbruch hatte Wigman 1919 mit ihren Auftritten in Hamburg und Dresden. Sie machte den Ausdruckstanz als New German Dance international bekannt und sie wurde zu eine der einflussreichsten Wegbereiterinnen des rhythmisch-expressiven Ausdruckstanzes. Das Elternhaus von Mary Wigman befindet sich in der Schmiedestraße 33 in Hannover.

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