Radeln

Wo sind Radfahrer richtig?

Sicher unterwegs mit dem Fahrrad.

Radweg

Radlerinnen und Radler haben es nicht immer leicht: Je nach Lage, Verkehrsaufkommen und Breite der Straße ist ihr Platz auf oder neben der Fahrbahn. Auch in Ortsdurchfahrten der Region gelten je nach Beschilderung verschiedene Regelungen.

Die wichtigsten Wegeführungen fürs Fahrrad im Überblick.

Radweg

Getrennter Fuß-/Radweg

Am klarsten ist die Situation, wenn ein Radweg ausgeschildert ist. Es besteht eine Benutzungspflicht, Radlerinnen und Radler dürfen nur dort fahren.

Bei einem getrennten Geh- und Radweg bleibt jeder auf seiner Seite, bei einer gemeinsamen Lösung müssen alle Parteien Rücksicht nehmen.

Radfahrende sind gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer

In Ortsdurchfahrten in der Region teilen sich Radfahrende und Autos innerorts in der Regel die Fahrbahn – die Radfahrenden werden im so genannten Mischverkehr geführt.

Schutzstreifen

Markierung Schutzstreifen

Die Region markiert in vielen Ortsdurchfahrten Schutzstreifen. Die weiß gestrichelten Leitlinien mit Fahrradpiktogrammen machen den Radverkehr auf der Fahrbahn deutlich sichtbar, Radfahrende dürfen diesen nur in Fahrtrichtung benutzen, was durch zusätzlich markierte Pfeile verdeutlicht ist. Um die Sicherheit und Sichtbarkeit der Radfahrenden zu erhöhen, werden die Schutzstreifen nach und nach zusätzlich noch flächig rot markieren.

Kinder bis zur Vollendung ihres achten Lebensjahres müssen auf dem Gehweg fahren

Schutzstreifen haben direkte rechtliche Auswirkungen: Kraftfahrzeuge dürfen die gestrichelte Linie nur überfahren, wenn es unbedingt notwendig ist – zum Beispiel bei der Begegnung mit einem Lkw oder Bus. Halten und Parken ist auf Schutzstreifen generell verboten.

Piktogrammkette

Wo kein Platz für einen Schutzstreifen ist, kommen vermehrt Piktogrammketten zum Einsatz. Die stilisierten Fahrrad-Abbildungen auf der Straße haben dabei lediglich eine hinweisende Funktion. Sie machen auf den Radverkehr aufmerksam, wirken sich aber nicht auf die Benutzung der Fahrbahn oder die vorhandenen Regelungen zum Parken und Halten aus.

In beiden Fällen (Schutzstreifen oder Piktogrammkette) ist beim Überholen innerorts ein Abstand von 1,50 Meter einzuhalten, außerorts 2,00 Meter, bei Gegenverkehr ist daher ein Überholen der Radfahrenden in der Regel nicht möglich.

Gehweg mit Zusatz-Schild "Radfahrer frei"

Schild Radfahrende frei

Ist ein Gehweg mit dem Zusatz-Schild "Radfahrer frei" versehen, fahren die Radfahrenden in der Regel auf der Straße, wer unsicher ist, darf auf dem Gehweg fahren – das aber nur in Schrittgeschwindigkeit! Hintergrund dieser Regelung ist zum einen der Geschwindigkeitsunterschied etwa zu Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren.

Da Kinder im Allgemeinen nicht so schnell unterwegs sind, müssen sie bis zur Vollendung ihres achten Lebensjahres auf dem Gehweg fahren, bis einschließlich zehn Jahren dürfen sie es.

Fahrradstraße

In einer Fahrradstraße dürchen nur Fahrräder und E-Scooter fahren, es sein denn, Zusatzschilder lassen Auto- und Motorradverkehr zu. In dem Fall muss auf Radfahrende besondere Rücksicht genommen werden und es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Schutzstreifen

Gekennzeichnet durch gestrichelte Linie am rechten Fahrbahnrand, oft rot eingefärbt und mit Fahrradpiktogramm.

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Radfahrstreifen

Gekennzeichnet mit dicker, durchgezogener Linie.

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Radwege

Baulich vom übrigen Kraftfahrzeugverkehr getrennt und ausschließlich für den Radfahrende reserviert.

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Gemeinsamer Geh- und Radweg, getrennter Geh- und Radweg

Fußgängerinnen und -gänger und Radfahrende benutzen in vielen Fällen gemeinsam den Bürgersteig. Dabei sind drei Varianten zu unterscheiden:Geh- und Radweg...

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Fahrradstraßen

Auf Fahrradstraßen hat der Radverkehr Vorfahrt, das heißt: Andere Fahrzeuge dürfen diese nur benutzen, wenn das entsprechend ausgeschildert ist. Radfahrer...

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Zuletzt aktualisiert: 31.03.2021